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Great Moon Hoax

Shownotes

Fiktive Berichte über Mondbewohner...
Mach's dir bequem und kuschel dich ein!

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Die Episode basiert auf Inhalten von Wikipedia:
https://en.wikipedia.org/wiki/Great_Moon_Hoax
Inhalte wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt oder bearbeitet.
CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/)

Transkript anzeigen

00:00:00: Der Great Moonhooks Bezeichnet eine Serie von sechs Artikeln, die ab dem twenty-fünften August, achtzehnhundert fünfunddreißig in der New Yorker Zeitung The Sun veröffentlicht wurden und über die angebliche Entdeckung von Leben sowie einer Zivilisation auf den Mond berichteten.

00:00:24: Diese wissenschaftlichen Erkenntnisse wurden fälschlicherweise dem Astronomen Sir John Herschel und seinem erfundenen Begleiter Andrew Grant zugeschrieben.

00:00:36: Bereits am einundzwanzigsten August, achtzehnhundertfünfunddreißig wurde die Geschichte als eine kommende Sensation angekündigt – die angeblich aus dem Edinburgh Current stammte.

00:00:50: Vier Tage nach dieser Ankündigung begann die Veröffentlichung der sechsteiligen Reihe.

00:00:56: Obwohl die Berichte niemals förmlich widerrufen wurden räumte die Zeitung am sechzehnten September, achtzehnhundert fünfunddreißig schließlich ein dass die gesamten Inhalte frei erfunden waren.

00:01:11: In den Wochen der Veröffentlichungen erlangten die Berichte eine enorme Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit und prägten die Wahrnehmung über die Möglichkeiten der Astronomie in dieser Zeit während die Grenze zwischen Fakten und Fiktion in der Berichterstattung bewusst überschritten wurde Der Schwindel.

00:01:34: In den veröffentlichten Artikeln wurden verschiedene Tierarten auf dem Mond detailliert beschrieben, darunter Bisons, einhörnige Ziegen, winzige Zebras sowie Einhörner und zweibeinige Bieber ohne Schwänze.

00:01:51: Ein besonderes Augenmerk lag auf Fledermaus ähnlichen geflügelten Wesen mit menschlichen Zügen die als Vespertilio Homo bezeichnet wurden und Tempel errichteten.

00:02:05: Die Mondoberfläche sollte laut der Erzählung aus Wäldern, Ozeanen und weiten Stränden bestehen.

00:02:12: Diese Entdeckungen wurden angeblich mit einem gewaltigen Teleskop gemacht das nach einem völlig neuen Prinzip funktionierte und von New England nach Südafrika transportiert worden war.

00:02:25: Das Instrument sollte alle anderen Teleskope der Welt an Größe weit übertreffen wobei die Linse mit einem Durchmesser von etwa sieben Metern und einem Gewicht von etwa Sieben Tonnen angegeben wurde.

00:02:39: In einer späteren Ausgabe aus dem Jahr eighteenhundertsechsunddreißig, wurde zudem eine zweite Art dieser Wesen erwähnt, die den Namen Vespertilionis trug.

00:02:52: Als fiktiver Autor der Berichte fungierte Dr.

00:02:55: Andrew Grant, der als Reisebegleiter von Sir John Herschel dargestellt wurde.

00:03:02: Die Serie endete mit der Nachricht, dass die Beobachtungen durch die Zerstörung des Teleskops eingestellt werden mussten.

00:03:10: Das Sonnenlicht habe die Linse wie ein Brennglas wirken lassen und das gesamte Observatorium in Brand gesetzt.

00:03:19: Uhrheberschaft Lange Zeit blieb die Identität des tatsächlichen Verfassers der Artikelserie vor der Öffentlichkeit verborgen bis die Urhebersschaft schließlich Richard Adams Lock zugeschrieben wurde.

00:03:35: Locke war ein Reporter, der im August eighteenhundertfünfunddreißig für die Zeitung The Sun tätig war und im Jahr achtzehnhundertvierzig in einem Brief an die Wochenzeitung New World offiziell zugab, Der Schöpfer der Texte zu sein.

00:03:53: Trotz dieses Geständnesses hielten sich beharrlich Gerüchte dass noch andere Personen an der Entstehung des Schwindels beteiligt gewesen seien könnten.

00:04:03: In diesem Zusammenhang fielen oft die Namen von Jean-Nicolas Nicollé, einem französischen Astronomen der zu dieser Zeit durch Amerika reiste sowie von Louis Gaylord Clark dem Herausgeber des Literaturmagazins The Knickerbocker.

00:04:21: Nicollet befand sich zum Zeitpunkt der Veröffentlichung jedoch in Mississippi und nicht in New York Und es existieren keine belastbaren Beweise für eine Beteiligung anderer Personen außer Locke.

00:04:35: Es wird angenommen, dass Locke mit seiner Erzählung vor allem zwei Ziele verfolgte.

00:04:41: Zum einen wollte er durch eine sensationelle Geschichte die Verkaufszahlen der Zeitung steigern und zum anderen beabsichtigte er einige der übertriebenen astronomischen Theorien seinerzeit satirisch zu kritisieren.

00:04:57: Er wollte aufzeigen wie stark die Wissenschaft durch religiöse Vorstellungen beeinflusst werden kann.

00:05:04: Ein mögliches Vorbild für seine Satire war Franz von Paula Gröthüsen, ein Astronomieprofessor an der Universität München.

00:05:13: Gröthüsen hatte achtzehnhundertzwanzig eine Arbeit veröffentlicht in der er behauptete Spuren von Mondbewohnern und kolossale Gebäude entdeckt zu haben.

00:05:25: Er gab an Farbschatierungen auf der Mondoberfläche gesehen zu haben die er als Klima- und Vegetationszonen deutete.

00:05:35: Zudem glaubte er, geometrische Formen als Mauern-, Straßen- und Befestigungsanlagen identifizieren zu können.

00:05:44: Diese wissenschaftlich fragwürdigen Behauptungen dienten Locke wahrscheinlich als Inspiration für seine eigenen fiktiven Beschreibungen der Mond-Zivilisation.

00:05:57: Reaktionen Die Auflage der Zeitung The Sun verzeichnete durch die Veröffentlichung der Berichte einen erheblichen Zuwachs und verblieb dauerhaft auf einem höheren Niveau, was die wirtschaftliche Basis des Blattes festigte.

00:06:16: Die Geschichte verschaffte der Zeitungen internationale Bekanntheit und wurde von den Lesern wie ein Kriminalfall verfolgt bei dem man selbst Detektiv spielen konnte um die Wahrheit herauszufinden.

00:06:31: In populären Darstellungen wurde das Ausmaß der Auflagensteigerung jedoch oft übertrieben wiedergegeben.

00:06:40: Erst mehrere Wochen nach der Erstveröffentlichung wurde der Schwindel enttarnt, doch eine offizielle Richtigstellung durch das Blatt blieb aus.

00:06:50: Sir John Herschel war von der Geschichte zunächst amüsiert und merkte an dass seine tatsächlichen Beobachtungen niemals mit derart spannenden Schilderungen mithalten könnten.

00:07:03: Später empfand er die Situation jedoch als belastend, da er fortwährend Fragen von Menschen beantworten musste, die den Schwindel fürbare Münze nahmen.

00:07:14: Edgar Allen Poe erhobt den Vorwurf des Plagiats und behauptete, die Erzählung basiere auf seinem Werk über das Abenteuer von Hans Pfahl.

00:07:25: Zu jener Zeit war Locke sein Redakteur beim Southern Literary Messenger.

00:07:31: Poe veröffentlichte später den Ballon Hoax in derselben Zeitung und beschrieb in seiner ursprünglichen Geschichte eine Reise zum Mond, in einem Ballon.

00:07:43: In diesem Bericht lebte die Figur Hans Pfahl fünf Jahre lang mit Mondbewohnern zusammen und schickte schließlich einen von ihnen zur Erde zurück.

00:07:54: war jedoch aufgrund ihres komischen und satirischen Tons weit weniger erfolgreich als die Berichte von Locke.

00:08:03: Im Jahr eighteenhundertsechsundvierzig verfasste Po eine biografische Skizze über Locke, als Teil seiner Serie über die literarischen Persönlichkeiten von New York City.

00:08:16: Die Berichte wurden in der New York Transcript unter Schlagzeilen über außergewöhnliche Luftreisen nachgedruckt was die weite Verbreitung der fiktiven Mondfunde verdeutlicht.

00:08:28: Trotz der Ähnlichkeiten zu POS-Werk gelang es Lockeserzählung, durch ihren sachlicheren Ton ein viel größeres Publikum zu fesseln und als eines der bedeutendsten Beispiele für frühen Sensationsjournalismus in die Geschichte einzugehen – während Hörschl weiterhin mit den Folgen der unautorisierten Nutzung seines Namens konfrontiert blieb.

00:08:54: Kontext Die Berichte von Locke waren in der damaligen Zeit kein Einzelfall, sondern fügten sich in das Aufkommen der günstigen Penny-Press-Zeitungen ein.

00:09:07: Diese Blätter zu denen auch The Sun gehörte finanzierten sich maßgeblich durch Werbeeinnahmen die nur durch eine sehr große Leserschaft gesichert werden konnten.

00:09:19: The Sun nahm eine Vorreiterrolle ein indem sie als erste New Yorker Zeitung regelmäßig über Morde Suizide, persönliche Tragödien und Scheidungen berichtete.

00:09:32: Dieser Fokus auf sensationelle Themen half dem Blatt dabei neue Leserkreise zu erschließen und für Werbekunden attraktiv zu bleiben.

00:09:42: Der Erfolg des Schwindels lässt sich zudem durch den Einfluss der damaligen spekulativen Wissenschaft erklären.

00:09:50: Persönlichkeiten wie der geistliche Thomas Dick hatten behauptet was die Fantasie der Öffentlichkeit im frühen, neunzehnten Jahrhundert beflügelte.

00:10:03: Locke griff diese populären Vorstellungen auf und präsentierte sie als die neuesten Forschungsergebnisse des hoch angesehenen Astronomen Sir John Herschel –was der gesamten Erzählung eine scheinbare Glaubwürdigkeit verlieh–und die Neugier der Menschen auf das Unbekannte im Weltraum bediente.

00:10:26: Vermächtnis Die Geschichte des Schwindels wird in dem preisgekrönten Werk Gotham über die Historie von New York City behandelt.

00:10:39: In der heutigen Zeit findet das Ereignis weiterhin Erwähnung in verschiedenen Medien, wie etwa in einer Episode des historischen Podcasts The Memory Palace aus dem Jahr zwei Tausend Zehn.

00:10:53: Auch in der Kunst hinterließt die Erzählung Spuren, indem sie als Vorlage für ein fünfteiliges Musical des Komponisten Matt Day-Hann sowie für eine fiktionalisierte Darstellung in einem Roman von Felix J. Palma diente.

00:11:10: Der Vorfall steht stellvertretend für eine Ära, in der die Leserschaft von den preiswerten Zeitungen ebenso sehr Unterhaltung wie Information erwartete.

00:11:21: Dies änderte sich erst im Laufe der Zeit mit der Etablierung ethischer Standards.

00:11:29: Das Ereignis bleibt ein Zeugnis für die Kraft fiktiver Erzählungen im Journalismus und markiert einen Wendepunkt in der Entwicklung der modernen Massenmedien, die sich allmählich von reinem Sensationsjournalismus hin zu einer sachlichen Vermittlung von Informationen bewegten.

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