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Nika Aufstand

Shownotes

Antike Erhebung gegen Justinian...
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Die Episode basiert auf Inhalten von Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Nika-Aufstand
Inhalte wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt oder bearbeitet.
CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/)

Transkript anzeigen

00:00:00: Der Nika-Aufstand.

00:00:04: Der Nica-Auffstand war eine bedeutende Volkserhebung, die im Jahr fivehundertzweiunddreißig in der Stadt Konstantinople während der Herrschaft des Oströmischen Kaisers Justinian stattfand.

00:00:19: Diese Unruhen gelten als die schwerste Zirkusunruhe der gesamten Spätantike.

00:00:26: Sie forderten zahlreiche Todesopfer und führten dazu, dass weite Teile der Metropole vollständig zerstört wurden.

00:00:36: Ursachen Den Anstoß für die Erhebung gab der überraschend harte Kurs den der Kaiser gegen die sogenannten Zirkusparteien einschlug.

00:00:48: Zuvor hatte er die Fraktion der Blauen noch aktiv gefördert doch nach seiner Thronbesteigung änderte sich sein Verhalten grundlegend.

00:00:58: Ein wesentlicher Grund für diese Unnachgiebigkeit lag wohl in seinem Selbstverständnis als Herrscher von Gottes Gnaden.

00:01:08: Da er als Sohn einfacher Bauern einen sozialen Aufstieg hinter sich hatte, suchte er seine Position durch besondere Standhaftigkeit zu festigen.

00:01:18: Sein Ansehen war jedoch zu dieser Zeit bereits angeknackst, da die oströmischen Truppen im Herbst fivehundertdreißig eine Niederlage gegen die Persa erlitten hatten.

00:01:31: Die daraus resultierende Härte stieß insbesondere bei den Senatoren auf Widerstand.

00:01:37: Auch in der einfachen Bevölkerung war die Akzeptanz für seine Dynastie nicht uneingeschränkt vorhanden.

00:01:45: Viele erinnerten sich daran, dass Justinians Onkel und Vorgänger den Thron bestiegen hatte – obwohl es legitime Erben des verstorbenen Kaisers Anastasios das Ersten gegeben hätte!

00:01:58: Diese Verwandten sollten später eine zentrale Rolle in den Unruhen spielen.

00:02:03: Zusätzlich belasteten die ehrgeizigen Pläne des Kaisers und die hohen Kosten für den Krieg gegen Persien das Reich finanziell.

00:02:13: Eine strenge Steuerpolitik traf sowohl die ärmeren Schichten als auch die alteingesessene Elite.

00:02:21: Für die Umsetzung dieser Maßnahmen war vor allem ein mächtiger Beamter namens Johannes der Kapadokier verantwortlich.

00:02:30: Er zog den Zorn des Volkes und die Verachtung der Oberschicht auf sich.

00:02:35: Zwar entfalteten diese finanziellen Belastungen ihre volle Wirkung erst später, doch trugen sie bereits im Jahr fivehundertzweiunddreißig maßgeblich zur allgemeinen Unzufriedenheit und zu aufgeheizten Stimmung in der Hauptstadt bei.

00:02:53: Verlauf Die historischen Berichte über die folgenden Ereignisse stützen sich vor allem auf die Schilderungen von Zeitzeugen wie Prokop.

00:03:04: Dessen Erzählungen sind zwar literarisch anspruchsvoll gestaltet, spiegeln jedoch auch eine persönliche Perspektive wieder, die bei der Betrachtung der Geschehnisse berücksichtigt werden muss.

00:03:18: Vorspiel Bereits in den Tagen vor dem eigentlichen Ausbruch kam es zu Spannungen als mehrere Unruhe Stifte aus den Reihen der Zirkusfraktionen zum Tode verurteilt wurden.

00:03:32: Diese Fraktionen, die Blauen und die Grünen waren für ihre Gewaltbereitschaft bekannt.

00:03:38: Und bekämpften sich oft bis weit über die Grenzen des Stadions hinaus.

00:03:44: Während der Hinrichtungen kam es zu einem ungewöhnlichen Zwischenfall als bei zwei Männern die Vorrichtung zur Vollstreckung mehrmals versagte.

00:03:54: Die Menge deutete dies als göttliches Zeichen und verlangte lautstark nach einer Begnadigung.

00:04:00: Da die Behörden jedoch hart blieben und die Bitte ablehnten, entstand eine unerwartete Verbindung.

00:04:08: Die beiden Verurteilten stammten aus den jeweils verfeindeten Lagern, sahen sich nun aber mit einem gemeinsamen Schicksal konfrontiert.

00:04:18: Unterstützt von der aufgebrachten Menge gelang es ihnen schließlich in ein nahegelegenes Kloster zu flüchten – Unruhen!

00:04:29: Am dreizehnten Januar versammelten sich die Menschen im Hipodrom um den traditionellen Zirkusspielen beizuwohnen.

00:04:38: Auch der Kaiser war anwesend, als die Stimmung nach etwa zweiundzwanzig Rennen plötzlich kippte.

00:04:45: Die Anhänger der Zirkusparteien forderten erneut die Freilassung der beiden Gefangenen.

00:04:51: Als von keiserlicher Seite keine Reaktion erfolgte, geschah etwas für jene Zeit vollkommen Unglaubliches!

00:05:00: Die sonst so tief zerstrittenen Fraktionen der Blauen und Grünen vereinigten sich und riefen gemeinsam ihre Unterstützung füreinander aus.

00:05:10: Als Erkennungsmerkmal nutzten sie das Wort Nika, was übersetzt Siege bedeutet.

00:05:19: Noch am selben Tag richtete sich die Gewalt gegen das Gebäude des Stadtprefekten.

00:05:24: Trotz der angespannten Lage wurden die Rennen am nächsten Tag fortgesetzt wohl in der Hoffnung die Normalität wiederherzustellen.

00:05:34: Diese Entscheidung erwies sich als falsch.

00:05:37: Die Massen im Stadion randalierten weiter, wobei das Feuer von den Holzbänken auf die umliegenden Arkaden und bis zu den öffentlichen Termen übergriff.

00:05:49: Um der Lage herzuwerden schickte der Kaiser loyale Militäreinheiten aus, die mit großer Härte gegen die Aufständischen vorgingen.

00:05:58: Die Straßen der Stadt verwandelten sich in einen Schauplatz blutiger Auseinandersetzungen Politischer Protest.

00:06:09: Während die Unruhen weiter anschwollen, wurden konkrete politische Forderungen laut.

00:06:16: Die Aufständischen verlangten die Entlassung mehrerer Huer-Würdenträger – darunter der für die Steuern verantwortliche Johannes und der angesehene Jurist Tribunianus.

00:06:28: Der Kaiser versuchte zunächst, die Wogen zu glätten und kam diesen Forderingen tatsächlich nach.

00:06:35: Die Entlassungen beruhigten die Lage jedoch nicht.

00:06:38: Daraufhin wurde der Feldherr Belisar eingesetzt, der gerade erst von der persischen Front zurückgekehrt war.

00:06:46: Er versuchte mit seiner privaten Leibgarde gegen die Massen vorzugehen, konnte jedoch in dem dichten Gedränge keinen entscheidenden Erfolg erzielen.

00:06:57: Offener Aufstand In der Mitte des Januars eskalierte die Situation zu einer offenen Revolte, deren Ausgang für alle Beteiligten ungewiss blieb.

00:07:09: Das gesamte Palastviertel wurde von schweren Bränden heimgesucht.

00:07:14: Wichtige Gebäude wie die Senatskuria, die Unterkünfte der Palastwachen und die Vorgängerkirche der Hagia Sophia fielen den Flammen zum Opfer.

00:07:25: Inmitten dieser Krise soll der Kaiser ernsthaft über eine Flucht auf dem Seeweg nachgedacht haben.

00:07:32: Es heißt dass die Kaiserin Theodora in dieser Phase durch eine entschlossene Rede den Mut ihres Mannes stärkte und ihn zum Verbleib in der Hauptstadt bewegte.

00:07:44: Die Aufständischen begannen unterdessen, nach einer politischen Alternative zum amtierenden Kaiser zu suchen.

00:07:51: Eine große Menschenmenge zog zum Haus von Probus – einem Neffen des früheren Kaisers Anastasios um ihn zum neuen Herrscher auszurufen.

00:08:01: Da er sich jedoch nicht zeigte setzten die Demonstranten sein Anwesen in Brandt.

00:08:07: Am darauf folgenden Tag wurde das Archiv der Stadtverwaltung verwüstet, vermutlich um Aufzeichnungen über Strafverfahren zu vernichten.

00:08:17: Der dabei entstehende Brandt weitete sich durch ungünstige Winde massiv aus.

00:08:23: Zahlreiche bedeutende Bauwerke – darunter die Kirche der Hagia Irene, zwei kaiserliche Willen und mehrere soziale Einrichtungen wie Hospize wurden vollständig zerstört.

00:08:37: Da die regulären Palastwachen sich neutral verhielten, war der Kaiser gezwungen zusätzliche Truppen aus den umliegenden Garnisonen herbeizurufen.

00:08:47: Am siebzehnten Januar kam es zu heftigen Kämpfen zwischen diesen Soldaten und dem Aufständischen.

00:08:54: Weitere Stadtviertel- und Kirchen wurden durch Feuer vernichtet Und die Kämpfe verlagerten sich in die engen Straßen und Wohnhäuser.

00:09:03: Obwohl die Auseinandersetzungen zunächst unentschieden blieben, wendete sich das Blatt allmählich zugunsten der kaiserlichen Truppen je mehr Verstärkung in der Stadt eintraf.

00:09:15: Am Morgen des achzehnten Januar unternahm der Kaiser einen letzten Versuch einer friedlichen Einigung.

00:09:22: Er versprach dem Volk Straffreiheit falls sie die Waffen niederlegen würden.

00:09:28: Doch das Misstrauen war zu groß.

00:09:31: Als das Gerücht die Runde machte Der Kaiser sei bereits geflohen, proklamierten die Aufständischen einen weiteren Neffen von Anastasios.

00:09:40: Einen Mann namens Hypatius zum Gegenkeiser.

00:09:44: Diese Zeremonie fand auf dem Forum statt und wurde von mehreren einflussreichen Senaturen unterstützt, die nun Offenposition gegen Justinian bezogen.

00:09:58: Niederschlagung Die Beweggründe von Hypatias bleiben in der Geschichtsschreibung umstritten.

00:10:07: Während manche Quellen behaupten, er habe nur unter Zwang gehandelt und eigentlich die Nähe des Kaisers gesucht, deutet vieles darauf hin, dass er die Gelegenheit nutzen wollte um die Macht zu übernehmen.

00:10:22: Der Wendepunkt kam schließlich durch ein geschicktes Manöver des Hofbeamten Narsis.

00:10:28: Ihm gelang es, Einflussreiche Mitglieder der Blauen durch Bestechungsgelder auf die Seite des Kaysers zu ziehen.

00:10:36: In der dadurch entstehenden Verwirrung schlugen die Kaisertreuen Truppen unter der Führung von Belisar und anderen Generälen koordiniert zu.

00:10:46: Sie drangen von verschiedenen Seiten in das Hypodrom ein, indem sich die Massen versammelt hatten.

00:10:53: Es folgte eine gewaltsame Niederschlagung, die in einem furchtbaren Blutbad endete.

00:11:00: Berichten zufolge verloren etwa dreißigtausend Menschen ihr Leben wobei viele im dichten Gedränge der Panik niedergetrampelt wurden.

00:11:09: Am Tag nach diesem Massaker wurden der Gegenkaiser Hypatius und sein Bruder Pompeius hingerichtet.

00:11:17: Ihre Körper wurden zur Abschreckung ins Meer geworfen.

00:11:21: Justinian demonstrierte seine Macht weiter, indem er die überlebenden Rädelsführer bei einer Parade zur Schau stellte.

00:11:29: Erst nach einiger Zeit zeigte er sich versöhnlicher und gab den Familien der Hingerichteten ihren Besitz zurück.

00:11:38: Dennoch festigte er seine Position, indem er die Beamten, die er zuvor auf Druck des Volkes entlassen hatte wieder in ihre Ämter einsetzte.

00:11:48: Die Ordnung in der Stadt war wieder hergestellt – doch der Preis dafür war eine traumatisierte Bevölkerung.

00:11:57: Folgen Das radikale Vorgehen gegen die Rebellion führte letztlich dazu, dass die Position des Kaisers erheblich gestärkt wurde.

00:12:08: Die Opposition im Senat –die ohnehin kaum Macht besaß– wurde durch die Ereignisse fast vollständig ausgeschaltet.

00:12:18: Gleichzeitig blieben die Spannungen spürbar, da Justinian in weiten Teilen der Bevölkerung weiterhin unbeliebt war.

00:12:26: Die Krise festdichte den Einfluss der engsten Vertrauten des Kaysers insbesondere jenen der Kaiserin Theodora sowie der generelle Belisar und Narses.

00:12:38: Belisarr gelang es durch seine Treue, sein zuvor beschädigtes Ansehen wiederherzustellen.

00:12:44: Er wurde kurz darauf mit einem wichtigen Feldzug beauftragt.

00:12:49: Die großflächigen Zerstörungen in der Hauptstadt boten dem Kaiser zudem die Gelegenheit Seine ehrgeizigen architektonischen Visionen zu verwirklichen.

00:13:00: Das prominenteste Beispiel für diesen Wiederaufbau ist die Hagia Sophia, die nach den Bränden in ihrer heutigen Form neu errichtet wurde.

00:13:10: Als Konsequenz aus dem blutigen Unruhen wurden im Hypodrom für viele Jahre keine Wagenrennen mehr veranstaltet.

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