Colleoni (Adelsgeschlecht)
Shownotes
Italienisches Adelsgeschlecht aus Bergamo...
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Die Episode basiert auf Inhalten von Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Colleoni_(Adelsgeschlecht)
Inhalte wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt oder bearbeitet.
CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/)
Transkript anzeigen
00:00:00: Icolioni, Adelsgeschlecht.
00:00:05: Icoliani sind ein altes italienisches
00:00:08: Adelsgeschlecht das seinen Ursprung in der Stadt Bergamo in der Lombardei hat.
00:00:14: Die Familie gehört zu den historischen Adels-Geschlechter Norditaliens und lässt sich bereits im Hochmittelalter nachweisen.
00:00:23: Über mehrere Jahrhunderte hinweg spielte sie eine Rolle und gesellschaftlichen Entwicklungen der Region.
00:00:34: In zahlreichen Zweigen besteht die Familie bis in die heutige Zeit fort, und blickt auf eine lange Geschichte zurück.
00:00:42: Der Name Kolioni taucht in mittelalterlichen Dokumenten aus dem Raum Bergamo bereits im zwölften-und dreizehnten Jahrhundert auf.
00:00:52: Die Familie gehörte zur lokalen Führungsschicht und besaß Ländern rein sowie befestigte Sitze im Gebiet um die Stadt.
00:01:01: Wie viele norditalienische Adelsfamilien war auch sie eng mit den politischen Konflikten ihrer Zeit verbunden.
00:01:09: Besonders prägend waren die Auseinandersetzungen zwischen den Guelfen und Gibilinen, also zwischen den Anhängern des Papstes und den Unterstützern des römisch-deutschen Kaisers.
00:01:21: Diese Konflikte bestimmten über lange Zeit die politische Landschaft in vielen Städten Norditaliens.
00:01:30: Geschichte
00:01:32: In Zeiten politischer Umbrüche mussten die gibellinischen Anhänger, darunter diese angesehene Familie ins Exil gehen als die Meiländer Herzöge aus dem Hause Visconti, die Stadt Bergamo eroberten.
00:01:47: Die Visconte, die im vierzehnten und fünfzehnten Jahrhundert zu den mächtigsten Herrscherfamilien Norditaliens gehörten, versuchten ihren Einfluss über zahlreiche Städte der Lombardei auszudehen.
00:02:01: Viele lokale Adelsgeschlechter gerieten dabei unter Druck oder wurden aus ihren Besitzungen verdrängt.
00:02:09: Zu Beginn des fünfzehnten Jahrhunderts gelang es Paolo Colleoni, das strategisch wichtige Schloss Trezzo zu besetzen.
00:02:18: Trezzo Sulada war eine bedeutende Festung an einem Übergang über den Fluss Adda und hatte daher große militärische Bedeutung.
00:02:28: In den Machtkämpfen jener Zeit Wechselten solche Festungen häufig den Besitzer.
00:02:34: Paolo Collioni wurde jedoch später durch Verwandte, vermutlich im Auftrag der Visconti ermordet.
00:02:42: Solche innerfamiliären Intrigen waren im politischen Klima der damaligen Zeit keineswegs ungewöhnlich.
00:02:50: Weitaus bekannter wurde sein Sohn Bartolomeo Collioni, der im fünftzehnten Jahrhundert zu den berühmtesten Condottieri Italiens aufstieg.
00:03:00: Er wurde um fourteenhundert geboren, vermutlich in der Nähe von Bergamo.
00:03:06: Seine Karriere begann früh im militärischen Dienst verschiedener Fürsten und Städte.
00:03:12: Condottieri waren militärische Unternehmer die mit eigenen Truppen gegen Bezahlung für italienische Staaten kämpften.
00:03:20: Diese Söldnerführer prägten die Kriegsführung in Italien während der Renaissance entscheidend.
00:03:27: Bartolomeo Colleoni diente im Laufe seiner Karriere mehreren Mächten, darunter zunächst in Visconti von Meiland.
00:03:36: Später trat er in den Dienst der Republik Venedig – die im Fünfzehnten Jahrhundert zu den wichtigsten politischen und wirtschaftlichen Mächtern des Mittelmeerraums gehörte.
00:03:47: Venedic führte zahlreiche Kriege auf dem italienischen Festland um sein Territorium zu sichern und auszudehnen.
00:03:55: Im Jahr wurde Colioni zum Kapitän-General der Venetianischen Landstreitkräfte ernannt.
00:04:05: Dieses Amt war die höchste militärische Position, die ein Söldnerführer im Dienst der Republik erreichen konnte.
00:04:13: Colioni führte mehrere Feldzüge gegen rivalisierende Mächte – insbesondere gegen das Herzog Tumailand.
00:04:21: Seine militärischen Fähigkeiten und seine strategische Vorsicht machten ihn zu einem der angesehensten Feldherren seiner Zeit.
00:04:30: Neben seiner militärischen Tätigkeit war Colioni auch ein bedeutender Förderer von Bauprojekten und religiösen Einrichtungen.
00:04:39: Er investierte Teile seines großen Vermögens in Kirchen, Stiftungen- und Bauwerke in seiner Heimatregion.
00:04:47: Besonders eng blieb er mit Bergamo verbunden – obwohl er lange Zeit im Dienst Venediks stand.
00:04:54: Seine letzte Ruhestätte fand er gemeinsam mit seiner im Jahre fourzehnhundertsiebzig verstorbenen Tochter Medea in der prachtvollen Capella Colleoni in Bergamo.
00:05:05: Diese Capelle wurde zwischen fourzehnhundertsechs und siebzig und vierzehnhundertneunzig errichtet, und gehört zu den bedeutendsten Bauwerken der italienischen Renaissance.
00:05:17: Sie befindet sich neben der Basilica Santa Maria Maggiore Reliefs und Fresken geschmückt.
00:05:27: Die Kapelle diente nicht nur als Grabstätte, sondern auch als Ausdruck des Reichtums und der Macht der Familie.
00:05:35: Zu Ehren Bartolomeo Colleonis wurde in Venedig ein berühmtes Reiterstandbild errichtet.
00:05:43: die Statue wurde von dem florentinischen Künstler Andrea del Verrocchio entworfen einem der bedeutenden Bildhauer der Renaissance und Lehrer von Leonardo da Vinci.
00:05:55: Nach Verrocchio's Tod wurde das Werk von Alessandro Leopardi vollendet, die Bronze-Statue steht auf dem Kampo Santi Giovanni Epaolo und zählt bis heute zu den eindrucksvollsten Reiterdenkmälern der Renaissancekunst.
00:06:12: Ein weiteres prominentes Mitglied der Familie war Margerita Colleoni, die als erste Ehefrau des italienischen Herführers Gian Giacomo Trivulzio bekannt
00:06:24: wurde.
00:06:25: Trivulsio war einer der wichtigsten Militärführer seiner Zeit und stand später im Dienst der französischen Könige während der italienische Kriege.
00:06:37: Margarita Colleoni wurde nach ihrem Tod in Mailand bestattet.
00:06:43: Ab dem sechzehnten Jahrhundert veränderte sich die politische Landschaft Norditaliens erheblich.
00:06:50: Große Teile der Region gerieten unter die Kontrolle der Habsburger, zunächst der
00:06:56: spanischen
00:06:56: Linie der Dynastie und später der Österreichischen – auch Angehörige der Familie Colleoni
00:07:05: traten
00:07:05: in dieser Zeit in militärische und diplomatische Dienste innerhalb der harbsburgischen Verwaltung.
00:07:12: Einige Zweige der Familie wurden in den Grafenstand erhoben, und nahmen später politische Funktionen innerhalb der österreichischen Monarchie wahr.
00:07:23: Als eines von etwa sechzig gräflichen Geschlechtern verfügte die Familie über einen ärblichen Sitz im Herrenhaus dem Oberhaus des österreichischen Reichsrates.
00:07:38: Dieses Gremium bildete im neunzehnten und frühen zwanzigsten Jahrhundert einen Teil des Parlaments der Habsburger Monarchie, das markante Familienwappen zeigt drei Paar Hoden und gehört zu den ungewöhnlichsten Wappemotiven Europas.
00:07:56: Es wird meist als Wortspiel interpretiert, da das italienische Wort Cogglioni umgangssprachlich ebenfalls diesen Körperteil bezeichnet.
00:08:06: Solche sogenannten redenden Wappen die mit dem Familiennamenspielen waren im europäischen Adel durchaus verbreitet.
00:08:16: Über die genaue Herkunft dieses Symbols existieren mehrere Legenden.
00:08:22: Eine davon berichtet, ein Vorfahr der Familie habe im Kampf drei Gegner besiegt und ihnen als Trophäe die Hoden abgeschnitten.
00:08:33: Historisch belegt ist diese Geschichte jedoch nicht.
00:08:37: Wahrscheinlicher isst dass das Wappen bewusst als humorvolle oder provokante Form eines redenden Wappens gestaltet wurde.
00:08:48: Auch wenn die politische Bedeutung der Familie im Laufe der Jahrhunderte abnahm, blieb der Name Coleoni vor allem durch Bartolomeo Coleoni und die von ihm gestifteten Bauwerke in Bergamo und Venedig bis heute
00:09:03: bekannt.".
00:09:04: Die Capella Collioni gilt weiterhin als eines der schönsten Beispiele lombardischer Renaissancearchitektur und das Reiterstandbild in Venedig gehört zu den berühmtesten militärischen Denkmälern der europäischen Kunstgeschichte.
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