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Bal des Ardents

Shownotes

Tragischer Brand bei Maskenball...
Mach's dir bequem und kuschel dich ein!

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Die Episode basiert auf Inhalten von Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Bal_des_Ardents
Inhalte wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt oder bearbeitet.
CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/)

Transkript anzeigen

00:00:00: Der Baal des Ardons.

00:00:04: Das historische Ereignis, das als Baal dess'Ardons in die Geschichte einging, bezeichnet einen tragischen Maskenball der am achtundzwanzigsten Januar des Jahres thirteenhundertneunzig stattfand.

00:00:19: König Karl VI von Frankreich hielt diese Feierlichkeit ab, die in der Form eines Charivaris gestaltet war.

00:00:28: Ein solches Fest wurde traditionell als eine Art Polterabend oder ausgelassene Hochzeitsfeier begangen, häufig dann wenn eine Witwe erneut heiratete.

00:00:41: Da derartige Veranstaltungen von der katholischen Kirche zu jener Zeit offiziell missbilligt oder sogar untersagt wurden galt die Ausrichtung eines solchen Balls als moralisch fragwürdig und als Bruch mit den religiösen Normen der Epoche.

00:00:59: Inmitten der prunkvollen Atmosphäre des französischen Hofes endete dieser Abend in einer Katastrophe, die nicht nur das Leben von vier engen Freunden des Königs forderte sondern auch weitreichende politische und persönliche Folgen für den Monarchen hatte.

00:01:17: Der bereits zuvor deutliche Anzeichen geistiger Instabilität gezeigt hatte.

00:01:23: Wo genau sich dieses Unglück in Paris ereignete ist unter Historikern bis heute Gegenstand von Diskussionen.

00:01:32: Der Chronist Jean-Froissant, einer der wichtigsten Berichterstatter der Zeit, lokalisierte das Geschehen in der königlichen Residenz Hotel Saint Paul – eine weitläufigen Palastanlage im Osten von Paris die seit Karl V als bevorzugte Wohnstätte der französischen Könige diente.

00:01:53: Andere Quellen Etwa die Chronik von Jean Givinal des Ursins nennen hingegen das sogenannte Hotel de la Rennes Blanche im Stadtteil Saint-Marcelle als Schauplatz.

00:02:07: Viele moderne Historiker halten jedoch das Hotel Saint Paul für wahrscheinlicher, da dort zahlreiche höfische Feste stattfanden und sich die königliche Familie zu dieser Zeit tatsächlich dort aufhielt.

00:02:21: Die mittelalterlichen Kroniken zeigen außerdem Wie stark das Ereignis die Zeitgenossen erschütterte.

00:02:28: In zahlreichen Handschriften und Miniaturen wird diese Szene dargestellt, brennende Tänzer umgeben von erschrockenen Höflingen während sich Panik- und Chaos im Festsaal ausbreiten.

00:02:43: Unabhängig von der genauen Ortsfrage bleibt der Ball des Ardons einer der dramatischsten Zwischenfälle am französischen Hof des späten vierzehnten Jahrhunderts und ein Symbol für die gefährliche Mischung aus höfischem Luxus, politischer Spannung und persönlicher Tragödie, die die Regierungszeit Karls des Sechsten prägte.

00:03:27: Zu diesem Anlass veranstaltete der Hof ein großes Fest mit Banketten, Musik und Tanz zu dem zahlreiche Mitglieder des französischen Hochadels geladen waren.

00:03:39: Für den späten Abend war ein Maskenspiel geplant.

00:03:43: Der König selbst und fünf seiner Gefährten wollten als sogenannte wilde Männer auftreten Figuren aus der mittelalterlichen Vorstellungswelt die als haarige ungezähmte Gestalten der Natur galten und in höfischen Festspielen häufig dargestellt wurden.

00:04:03: Neben Karl XVI nahmen Yük de Guizet, Jean Graves von Joannis, Yvain von Foix, Émarre von Poitiers et Augiédes Nontouillers an dieser Darbietung teil.

00:04:17: Um ihre Kostüme besonders eindrucksvoll zu gestalten ließen sich die Männer mit Pech oder Harz bestreichen und anschließend mit Flachsfasern und Werk bedecken.

00:04:29: Dadurch erhielten sie ein zotteliges Aussehen, doch zugleich wurden ihre Gewände extrem leicht entflammbar.

00:04:37: Um das Spiel zusätzlich dramatisch wirken zu lassen verband man die sechs Männer außerdem mit schweren Eisenketten so dass sie sich nur gemeinsam bewegen konnten.

00:04:48: Kurz nach Mitternacht wurde der Festsaal verdunkelt.

00:04:52: Die sechs verkleideten Männer stürmten hinein, sprangen, tanzten und gaben wilde Laute von sich um die Gäste zu erschrecken und unterhalten.

00:05:03: Die höfische Gesellschaft reagierte zunächst mit Verwunderung dann mit lautem Gelächter.

00:05:10: Während dieses Spektakels traf Ludwig von Orléans der jüngere Bruder des Königs verspätet ein.

00:05:18: Neugierig darauf die Identität der maskierten Gestalten zu erkennen trat er mit einer brennenden Fackel näher heran.

00:05:26: Obwohl man ihn zu rief, Abstand zu halten, beugte er sich zu dicht über die Gruppe – ein Funke genügte!

00:05:35: Die mit Pech und Flachs bedeckten Kostüme entzündeten sich sofort und innerhalb weniger Augenblicke standen mehrere der Tänzer in Flammen.

00:05:44: Durch die Ketten konnten sie sich kaum voneinander lösen und gerieten in panische Bewegung.

00:05:51: In diesem Moment zeigte Giande Bologna die Herzogin von Beri große Geistesgegenwart.

00:05:59: Sie erkannte den König unter der Verkleidung, zog ihren schweren Mantel aus und warf ihn über Karl um die Flammen zu ersticken.

00:06:08: Dadurch wurde er vor schweren Verbrennungen bewahrt.

00:06:12: Ogiede Nontouier gelang es ebenfalls zu entkommen.

00:06:16: Er riss sich los und sprang in ein großes Weinfass das ich im Saal befand wodurch er die Flammen löschen konnte.

00:06:24: Für die übrigen vier Männer kam jede Hilfe zu spät.

00:06:28: Yctugizé, Jean de Joigny, Ivern de Foix und Émarde Poitiers erlitten schwerste Verbrennungen und starben innerhalb weniger Tage an ihren Verletzungen.

00:06:40: Das Ereignis löste große Bestürzung am Hof und in der Pariser Bevölkerung aus.

00:06:47: Viele Zeitgenossen betrachteten den Unfall als göttliche Strafe für die moralische Ausschweifung des Hofes.

00:06:55: Ludwig von Orléans ließ später tatsächlich eine Kapelle stiften, in der regelmäßig Messen für die Opfer gelesen wurden.

00:07:05: Folgen Die Katastrophe hatte nicht nur persönliche sondern auch politische Konsequenzen.

00:07:12: König Karl

00:07:13: VI.,

00:07:14: der bereits zuvor unter schweren psychischen Problemen litt erlitt nach dem Ereignis einen weiteren schweren Zusammenbruch.

00:07:23: Bereits im Jahr hatte er während eines Feldzuges nahe Le Mans einen Anfall erlitten, bei dem er mehrere seiner eigenen Begleiter angriff und tötete.

00:07:36: Dieses Ereignis markierte den Beginn seiner langen Phasen geistiger Umnachtung – nachdem Baal des Ardons verschlechterte sich sein Zustand erneut.

00:07:46: Der König war in den folgenden Jahren häufig nicht regierungsfähig und erkannte zeitweise sogar seine eigene Familie nicht mehr.

00:07:55: Dadurch entstand ein Machtvaku um am französischen Hof.

00:08:00: Die politische Führung lag zunehmend in den Händen mächtiger Fürsten, vor allem bei Ludwig von Aulian und dem Onkeln des Königs aus dem Haus Burgundt und Beri.

00:08:13: Diese Rivalitäten entwickelten sich später zu offenen Machtkämpfen die schließlich im Konflikt zwischen Arman Jax und Burgundern eskalierten und Frankreich während des hundertjährigen Krieges zusätzlich schwächten.

00:08:27: Zeitgenossen beschrieben die Situation mit bitterer Ironie.

00:08:31: Frankreich habe nun mehrere Könige gleichzeitig, obwohl nur einer auf dem Thron sitze.

00:08:39: Twivia Das dramatische Ereignis blieb auch in späteren Jahrhunderten im kulturellen Gedächtnis präsent.

00:08:48: Der amerikanische Schriftsteller Edgar Allen Poe ließ sich im neunzehnten Jahrhundert von der Geschichte inspirieren.

00:08:56: Seine Erzählung Hopfrock greift das Motiv eines tödlichen Maskenballs auf, bei dem kostümierte Höflinge in Flammen geraten – eine literarische Verarbeitung des historischen Unglücks.

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