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Brandenburger Tor

Shownotes

Berühmtes Berliner klassizistisches Wahrzeichen...
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Die Episode basiert auf Inhalten von Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Brandenburger_Tor
Inhalte wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt oder bearbeitet.
CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/)

Transkript anzeigen

00:00:00: Das Brandenburger Tor In Berlin ist ein frühklassizistisches Triumph-Tor am Pariser Platz im Stadtteil Mitte.

00:00:14: Es wurde zwischen seventeenhundertneunundachtzig und siebzehnhundertdreiundneunzig, im Auftrag von Friedrich Wilhelm

00:00:22: II.,

00:00:23: nach Entwürfen von Karl Gotthard Langhans errichtet.

00:00:27: Die Quadriege auf dem Tor basiert auf einem Entwurf von Johann Gottfried Schado.

00:00:33: Als einzig erhaltenes der einst achtzehn Berliner Stadttore gilt es heute als wichtigstes Wahrzeichen der Stadt und als deutsches Nationalsymbol.

00:00:45: Im neunzehnten Jahrhundert erinnerte es vor allem an den Sieg über Napoleon.

00:00:50: Während des kalten Krieges lag es an der Grenze zwischen Ost- und Westberlin, und stand für die deutsche Teilung.

00:00:58: Seit der Wiedervereinigung im Jahr nineteenhundertneunzig gilt es als Symbol für die Überwindung dieser Teilung.

00:01:05: Nach schweren Kriegsschäden wurde das Tor bis neunzehntundfünfzig in Stand gesetzt und zwischen zweitausend und zweitausendzwei umfassend restauriert.

00:01:18: Vorgängerbau Ein erstes Tor entstand bereits um das Jahr sechzehnhundertsebzig mit dem Bau der Dorotheenstadt und der Errichtung der Berliner Stadtbefestigung.

00:01:31: Diese frühe Anlage bestand aus einem Durchlass im befestigten Wall und einer hölzernen Zugbrücke über den davorliegenden Graben, etwa auf der Höhe der heutigen Schadostraße.

00:01:43: Als die Dorotheenstadt nach Westen erweitert –und die Berliner Zollmauer errichtet wurde– entstand im Jahr seventeenhundertvier-unddreißig ein direkter Vorgängerbau an der heutige Stelle.

00:01:56: Dieses von Philipp Gerlach entworfene Statttour lag an der Straße nach Brandenburg, an der Hafel.

00:02:04: Die Barocke-Anlage bestand aus zwei Pylonen die mit Trophäen und Pilastern geschmückt waren und an denen die großen Torflügel hängen.

00:02:14: Für Fußgänger gab es einfache Durchlässe in der angrenzenden Mauer die mit Zierwasen geschmuckt waren.

00:02:21: Innerhalb der Mauer befanden sich bereits damals Wachgebäude und Steuerhäuser auf der südlichen beziehungsweise nördlichen Seite des Tores.

00:02:31: Bevor der heutige Neubau beginnen konnte, wurde im Mai-Mai-Siebzehnhundertachtundachzig zunächst das Spritzenhaus Nördlich des Steueramtes abgerissen um Platz für eine provisorische Umfahrung während der Bauzeit zu schaffen.

00:02:46: Der eigentliche Abbruch des barocken Tores folgte schließlich im Sommer-Sebzehnhundertachtachzig um den Platz für das klassizistische Monument vorzubereiten.

00:02:59: Symbolik Die Errichtung des neuen Tores diente Friedrich Wilhelm II.

00:03:07: als Ausdruck seiner politischen Macht im In- und Ausland.

00:03:11: In frühen Planungsphasen gab es sogar Überlegungen, den Namen des Königs in bronxenden Buchstaben am Bauwerk anzubringen.

00:03:20: Mit der Wahl der Propyläen der Athena Acropolis als architektonischem Vorbild stellte sich der König in eine Reihe mit Pericles und präsentierte sich als Bringer eines neuen, goldenen Zeitalters für Preußen.

00:03:35: Pericles galt als Symbol für eine weise Bündnispolitik und eine friedliche Epoche – was den Ambitionen des preußischen Königs entsprach.

00:03:45: Dieser hatte kurz zuvor im Jahr seventeenhundertsiebenundachtzig die Republik der Vereinigten Niederlande militärisch befriedet und ein Bündniss mit den Niederlanten und Großbritannien geschlossen.

00:03:58: Ursprünglich sollte das Bauwerk daher den Namen Friedenstor tragen.

00:04:04: Auch die Ehrung seiner Schwester Wilhelmine von Oranien, die als Erbstadhalterin der Niederlande fungierte, spielte eine Rolle in dieser Symbolik.

00:04:14: Sie galt als treibende Kraft hinter der preußischen Intervention – die Preußen zu einer Vormachtstellung im Europaverhalf.

00:04:22: Der Name Friedenztor und die Krönung mit einer Siegesgöttin stellten in der damaligen absolutistischen Denkweise keinen Widerspruch dar.

00:04:33: Interessanter Weise war die Gestaltung des Tores und seiner Flügelbauten vor allem nach Innen zur Stadt hin ausgerichtet.

00:04:43: Dies verdeutlicht, dass das Monument weniger Reisende beeindruckend sondern vielmehr den Bewohnern Berlins die Macht und den Glanz ihres Herrschers vor Augen führen sollte.

00:04:56: Architektur Das Bauwerk präsentiert sich als frühklassizistisches Ensemble eines Triumph-Tores, das aus dem zentralen Torbau und zwei seitlichen Flügelbauten besteht.

00:05:11: Die Flügelbautn vermitteln optisch zur umgebenden Bebauung und bilden durch ihre hervorgehobene Stellung eine Art Ehrenhof im barocken Stil.

00:05:21: Der Architekt Karl Gotthard Langhans leitete die Ausführungen im Auftrag des Königs Wobei die Vorgabe lautete, sich an den Athena-Propyläen zu orientieren.

00:05:34: Da Langhans Griechenland nie selbst besucht hatte stützte er sich bei seinen Entwürfen auf Kupferstiche und Beschreibungen zeitgenüssischer Forscher.

00:05:45: Auf Wunsch des Königs wurde die Tiefe des Baus reduziert Und die Säulen schlanker und höher gestaltet um weite Durchblicke zum Tiergarten zu ermöglichen und den Horizont freizugeben.

00:05:58: Das Tor verfügt über zwei Reihen mit je sechs dorischen Säulen, deren Kanelluren durch schmale Stege getrennt sind.

00:06:07: Zwischen den Säulenpaaren befinden sich gemauerte Wände die notwendig waren um die Last des Aufbaus und der schweren Quadriger sicher zu tragen.

00:06:18: Diese Konstruktion bildet insgesamt fünf Durchfahrten wobei die mittlere Durchfahrt analog zum griechischen Vorbild etwas breiter angelegt ist.

00:06:29: Das darüber liegende Gebelg wurde waagerecht gemauert und umschließt einen etwa zweihundertfünfzig Quadratmeter großen Hohlraum, die sogenannte Soldatenkammer.

00:06:41: Ein Fries aus Methopen- und Triglyfen ziert das Gebelgg auf beiden Seiten.

00:06:47: Anstelle eines klassischen Dreiecks-Gibels schließt das Tor nach oben mit einer Attica ab, die durch flache Stufen den Eindruck eines Gibles vermittelt.

00:06:58: In Nischen an den Außenwänden des Tores standen ursprünglich Skulpturen der Gottheiten Mars und Minerva.

00:07:06: Mit dem Abriss der Zollmauer im Jahr eighteenhundert achtundsechzig wurden die Ursprünglichen Remisen entfernt, durch neue Säulenhallen von Heinrich Strack ersetzt – die zusätzliche Durchgänge für Fußgänger schufen.

00:07:21: Die heutigen Flügelbauten sind Rekonstruktionen da die Originale im Zweiten Weltkrieg zerstört wurden.

00:07:29: Das gesamte Bauwerk erreicht ohne die Skulptur eine Höhe von gut zwanzig Metern, während die Quadriger die Gesamthöhe auf etwa sechsundzwanzig Meter hebt.

00:07:41: Das Tor ist etwa zweiundsechzig Meter breit und elf Meter tief – wobei die Säulen eine Höie von über dreizehn Metern aufweisen.

00:07:52: Bildhauerrei Zahlreiche bildhauerische Arbeiten werten die Architektur des Tores künstlerisch auf Wobei sowohl freistehende Figuren als auch Reliefs verwendet wurden.

00:08:06: Ein Großteil dieser Verzierungen wurde erst während der Bauzeit im Detail festgelegt.

00:08:12: Johann Gottfried Schado entwarf, als Leiter der Hofbildhauer Werkstatt die meisten dieser Werke.

00:08:20: An der Umsetzung waren jedoch viele verschiedene preußische Bildhauer beteiligt was den Bau zu einem bedeutenden Großprojekt für die lokale Künstlerschaft machte.

00:08:32: Quadriger Jiquadriga bildet den markanten künstlerischen Höhepunkt auf dem Dach des Tores.

00:08:41: Carl Gotthard Langhans sah sie bereits in seinen frühen Entwürfen vor, wobei er sich vermutlich am Mausoleum von Hallikanassos orientierte.

00:08:52: Die Darstellung zeigt die römische Siegesgöttin Victoria in einem von vier Pferden gezogenen Streitwagen, Bereits in frühen Protokollen aus dem Jahr seventeenhundertneunundachtzig wurde Victoria namentlich als Hauptfigur festgelegt.

00:09:14: Spätere Deutungen, als griechische Nieke oder Friedensgöttin Irene gelten nach heutiger Forschung als nicht zeitgemäß.

00:09:23: Victoria eignete sich besonders gut für die absolutistische Bildsprache um militärische Aktionen und die darauf folgende Bündnispolitik des Königs zu legitimieren.

00:09:35: Hartnäckige Gerüchte, die Quadriger habe ursprünglich mit Blickrichtung nach Westen gestanden wurden bereits vor langer Zeit wissenschaftlich widerlegt.

00:09:46: Die Herstellung der Gruppe war ein komplexer Prozess.

00:09:50: Nach einem Modell von Schado im Maßstab eins zu acht fertigten die Brüder Wohler aus Potsdam Holzmodelle in Originalgröße an.

00:10:00: Der Kupferschmied Emanuel Jury übernahm die Aufgabe, diese Formen in Kupfer zu treiben.

00:10:07: Um die Arbeit effizienter zu gestalten wurden nur zwei Grundformen für die Pferde und vier verschiedene Kopfhaltungen entwickelt.

00:10:16: Später wurde die Fertigung der Victoria an den Klempnermeister Köhler übertragen, der bereits Erfahrung mit großen Metallfiguren hatte.

00:10:28: wurde die Gruppe schließlich auf dem Tor verankert.

00:10:32: Trotz Überlegungen zur Vergoldung entschied man sich auf Empfehlung der Akademie der Künste für die natürliche Kupferoptik.

00:10:40: Schado nahm kurz vor der Fertigstellung noch zwei Änderungen vor.

00:10:45: Er ersetzte das ursprüngliche Siegeszeichen, dass aus Helm und Panzer bestand durch eine Stange mit einem Adler im Eichenkranz da das erste Zeichen aus der Ferne kaum erkennbar war.

00:10:58: Zudem erhielt die Viktoria ein wehendes Gewand, um ihre Rückansicht lebendiger zu gestalten.

00:11:05: Im Jahr eighteenhundertvierzehn wurde das Siegeszeichen nach Entwürfen von Karl Friedrich Schinkel erneut verändert und mit dem eisernen Kreuz versehen.

00:11:17: Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Quadriga fast vollständig zerstört – doch glücklicherweise existierten Gipsabdrücke aus dem Jahr nineteenhundertzweiundvierzig.

00:11:28: Mit deren Hilfe konnte eine originalgetreue Nachbildung als Kupfertreibarbeit geschaffen werden, die in der Mitte deiner Zeit wieder auf dem Tour aufgestellt wurde.

00:11:40: Vom Original ist heute lediglich ein einziger Pferdekopf erhalten geblieben – der in einem Museum bewahrt wird.

00:11:47: Ein aktuelles Projekt widmet sich der Dokumentation und Restaurierung aller verbliebenen Gipsabgüsse in einer Schauwerkstatt des Deutschen Bundestages Attica Relief.

00:12:03: Direkt unterhalb der Quadriger befindet sich auf der zur Stadt gewandten Ostseite ein großes Relief aus Sandstein.

00:12:12: Es wurde nach den Vorgaben von Langhans gestaltet und sollte den Schutz der Unschuld durch gerechte Waffen symbolisieren.

00:12:20: Der Entwurf stammt von Bernhard Rode, und wurde von Schado in einen Modell umgesetzt – bevor die Bildhauer Boy und Unger die eigentliche Arbeit ausführten.

00:12:32: Das Relief zeigt eine Szenerie aus der griechischen Mythologie, in der die Siegesgöttin Nike, die Friedensgöttineirene und die Göttinnen des Überflusses Olporia zu sehen sind.

00:12:46: In der Beschreibung des Entwurfs wird zudem erwähnt das Figuren der Eintracht und der Freundschaft dem Triumphwagen der Friedensköttin vorangehen.

00:12:56: Interessanterweise war auch für die Westseite des Tores ein solches Relief geplant, das jedoch nie realisiert wurde.

00:13:04: Dieses hätte die Vereinigung der sieben niederländischen Provinzen durch Preußen darstellen sollen – symbolisiert durch sieben zu einem Bündel gebundene Pfeile.

00:13:15: Warum dieses äußere Relief unvollendet blieb ist historisch nicht belegt weshalb die entsprechende Fläche an der Westfassade bis zum heutigen Tage leergeblieben ist.

00:13:29: Metopen-Trieglüfenfriese

00:13:33: Sowohl auf der Ost als auch auf der Westseite des Gebelgs befinden sich insgesamt zweiunddreißig quadratische Metopenreliefs aus Sandstein.

00:13:44: Diese etwa einen Quadratmeter großen Tafeln sind auf der westseite der einzige plastische Schmuck.

00:13:52: Das Thema der Darstellungen ist der Kampf zwischen den Kentauren und den Lapiten, eine sogenannte

00:13:59: Kentauromachie.

00:14:01: Langhans

00:14:02: orientierte sich dabei eng am Partenon-Tempel in Athen.

00:14:07: Die antike Sage erzählt von einem Konflikt während einer Hochzeitsfeier, bei dem die Kentauren versuchten, die Braut zu entführen – woraufhin es zu einer heftigen Schlacht kam.

00:14:20: In der damaligen Deutung stand dieser Sieg der Lapiten für den Triumph der Zivilisation über die Barbarei.

00:14:28: Für das Brandenburger Tor wurde dieses Motiv als Sinnbild für die Kriege des Hauses Brandenburg gegen äußere Feinde gewählt.

00:14:38: Die Reliefs auf der Westseite entstanden nach Entwürfen von Johann Gottfried Schadow, während für die östlichen Darstellungen der Potsdamer Bildhauer Johannes Eckstein verantwortlich war.

00:14:50: Bereits gegen Ende des Jahres Seventeenhundertneunundachtzig waren die Ersten dieser Arbeiten fertiggestellt und am Tor angebracht, Mars und Minerva.

00:15:05: Die Statuen der römischen Gottheiten Mars und minerva befinden sich in Nischen an den Außenwänden des Tores.

00:15:13: Ursprünglich waren sie prominenter platziert und standen in Mauerstücken zwischen dem Hauptbau und den seitlichen Wirtschaftsgebäuden.

00:15:23: Bei der Umgestaltung im Jahr eighteenhundert achtundsechzig wurden Sie an Ihren heutigen etwas weniger auffälligen Standplatz in den neu errichteten Säulenhallen versetzt.

00:15:35: Die Wahl der Motive fiel im Jahr seventeenhundertzweiundneunzig nach längeren Diskussionen.

00:15:42: Während Schado zunächst allegorische Darstellungen wie den Fleiß oder die Wachsamkeit vorschlug, entschied sich die Akademie der Künste schließlich für die Götter Mars und Minerva.

00:15:55: Der Kriegsgott Mars wird sitzend dargestellt, während er sein Schwert in die Scheide steckt was als Zeichen für das Ende von Kämpfen gedeutet werden kann.

00:16:06: Minerva, die Göttin der Weisheit und Schützerin der Städte sitzt ebenfalls friedlich mit Speer-und-Schild.

00:16:14: Die Ausführung in Sandstein übernahmen die Bildhauer Melzer und Wichmann wobei Schado den Entwurf für Mars selbst vollendete.

00:16:24: Im Zweiten Weltkrieg wurde die Figur der Minervas zerstört.

00:16:28: Sie konnte jedoch durch eine originalgetreue Kopie eines Bildhauer-Kollektivs ersetzt werden, so dass das Götterpaar heute wieder das Tor flankiert.

00:16:42: Malerei In der Zeit nach der Fertigstellung waren die Decken der fünf Durchfahrten mit kunstvollen Malereien geschmückt.

00:16:52: Bernhard Rode entwarf und malte diese Arbeiten in einer Technik, die verschiedene Graustufen nutzte.

00:17:00: Die Motive reichten von kriegerischen Trophäen als Symbol für Stärke bis hin zu friedlichen Zeichen wie der Leier des Herkules oder dem Schild de Minerva mit dem Medusenhaupt.

00:17:13: Auch Symbole für Einigkeit, Überfluss und Frieden in Form von Füllhörnern und einem Adler mit Ölkranz waren zu sehen.

00:17:23: Im Laufe des neunzehnten Jahrhunderts wurden diese ursprünglichen Werke durch ornamentale Malereien mit Rosetten und einen zentralen Adlerbild ersetzt.

00:17:33: Diese wurden mehrfach erneuert Zuletzt im Jahr eighteenhundertfünfundsiebzig.

00:17:39: Bei einer großen Sanierung in den neunzehnhundertzwanziger Jahren entschied man sich jedoch, die Deckenmalereien nicht erneut wiederherzustellen.

00:17:49: Die Fachleute empfanden den Maßstab der Bilder im Vergleich zur wuchtigen Architektur als zu kleinteilig.

00:17:56: Seitdem sind die Decken der Tordurchfahrten in einem schlichten einheitlichen Hellgrau gestrichen was der heutigen schlichten Ästhetik des Klassizismus entspricht.

00:18:09: Ausstattung In seiner ursprünglichen Funktion diente das Tor nicht nur der Repräsentation, sondern auch praktischen Zwecken.

00:18:20: Es war eine Kontrollstation für die Erhebung von Steuern und zur Überwachung des Personenverkehrs.

00:18:28: Die Wache im südlichen Flügelbau sollte zudem Soldaten daran hindern, die Stadt unerlaubt zu verlassen.

00:18:36: Mit Ausnahme der mittleren Durchfahrt konnten alle Durchgänge mit schweren Holz- und Gittertoren verschlossen werden.

00:18:44: Die Gitterttore blieben tagsüber geschlossen, um den Blick in den Tiergarten nicht zu versperren – während die massiven Holztore nachts für Sicherheit sorgten.

00:18:57: Für die Tore waren spezielle Nischen in den Wänden vorgesehen, in denen sie im geöffneten Zustand verschwanden.

00:19:05: Die mittlere Durchfahrt war den königlichen Kutschen vorbehalten und wurde durch einen Wachstand gesichert.

00:19:13: Schon bald zeigten sich jedoch Probleme mit den schweren Holzkonstruktionen, die sich unter ihrem eigenen Gewicht verzogen.

00:19:36: Von Beginn an war das Bauwerk zudem mit einer modernen Beleuchtung in Form von Gaslaternen ausgestattet, die das Monument auch in der Dunkelheit zur Geltung brachten.

00:19:49: Die Quadriger in Paris Nach der preußischen Niederlage gegen Napoleon im Jahr eighteenhundert sechs zog der französische Kaiser triumphierend durch das Tor in Berlin

00:20:01: ein.

00:20:03: In seinem Gefolge befand sich Dominique Vivant-Dénan Der beauftragt war bedeutende Kunstwerke für den Louvre zu sichern.

00:20:12: Auf Napoleons Befehl hin wurde die Quadriga im Dezember,

00:20:17: D.A.,

00:20:17: demontiert und in zwölf Kisten verpackt nach Paris geschickt.

00:20:23: Der Transport erfolgte über Wasserwege zunächst nach Hamburg dann über die Nordsee und den Rhein bis nach Paris wo sie im Mai D. A. Während der Lagerung und des Transports entstanden erhebliche Schäden, weshalb die Figurengruppe in einer Orangerie des Louvre aufwendig restauriert werden musste.

00:20:46: In Berlin empfanden die Bürger den Raub als tiefe Demütigung – besonders da auf dem Dach des Tores nur ein metallener Befestigungsstab zurückblieb.

00:20:57: Nachdem Sieg über Napoleon im Jahr ordnete der preußische König die sofortige Rückführung des Kunstwerks an.

00:21:06: In fünfzehn Kisten verpackt, trat die Quadriger eine lange Reise über Land an.

00:21:13: Der Weg führte durch zahlreiche Städte wie Brüssel, Aachen, Düsseldorf und Hannover.

00:21:20: In vielen Orten wurde der Transport wie ein Triumphzug gefeiert.

00:21:25: Da die Fracht für manche Stadttore zu hoch war gab es Berichte über deren Teilweisen Abriss Was jedoch historisch umstritten ist.

00:21:35: In Zehlendorf bei Berlin angekommen, wurde die Gruppe im Jagdschloss Grunewald repariert und erhielt ihr neues Siegeszeichen mit dem eisernen Kreuz.

00:21:46: Im August, in August, wurde sie unter dem Jubel der Bevölkerung wieder auf dem Tor aufgestellt.

00:21:54: Für die Berliner wurde das Denkmal fortan scherzhaft als Retour-Kutsche bezeichnet – ein Begriff der an die erfolgreiche Rückholung aus der französischen Hauptstadt erinnerte.

00:22:08: Kaiserzeit und Weimarer Republik.

00:22:11: Nach dem deutsch-französischem Krieg im Jahr eighteenhundertseinundsiebzig bildete das Tor die prachtvolle Kulisse für eine große Siegesparade, die den Stolz des neu gegründeten Kaiserreichsunterstrich.

00:22:26: Während der Kaiserzeit blieb die mittlere Durchfahrt ein exklusives Privileg und ihre geladenen Gäste.

00:22:35: Erst nach der Revolution von nineteenhundertachzehn wurde diese Regelung aufgehoben, die Witterung und die zunehmende Umweltbelastung setzten dem Sandstein im frühen zwanzigsten Jahrhundert stark zu sodass ab neunzehntundhalbzehn Sanierungsarbeiten nötig wurden.

00:22:55: Diese mussten jedoch aufgrund des ersten Weltkriegs unterbrochen werden und konnten erst in den nineteenhundertzwanziger Jahren abgeschlossen werden.

00:23:05: Während der revolutionären Unruhen nach dem Krieg erlitt besonders die Quadrieger weitere Schäden durch Beschuss.

00:23:12: Für die Restaurierung wurde die Figurengruppe mit einem hölzernen Aufbau geschützt, den die Berliner humorvoll als den höchsten Pferdestall der Stadt bezeichneten.

00:23:24: Unter künstlerischer Leitung wurden auch die Sandsteinreliefs entstandgesetzt Wobei eine der Metopen sogar ein völlig neues Motiv erhielt.

00:23:34: Diese Maßnahmen sicherten den Erhalt des Bauwerks während der schwierigen Jahre der Weimarer Republik, Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg.

00:23:47: Mit der Machtübernahme der Nationalsocialisten im Jahr nineteenhundertdreiunddreißig wurde das Tor zum Schauplatz eines großen Fackelzuges der SA.

00:23:58: Im Rahmen der geplanten Umgestaltung Berlins zur Welthauptstadt Germania sollte das Bauwerk ein zentraler Punkt auf der Ost-West-Achse werden.

00:24:08: Diese Prachtstraße wurde teilweise ausgebaut, wobei Pläne existierten die seitlichen Säulenhallen vom Hauptbau abzurücken um den Verkehr besser um das Denkmal herumleiten zu können.

00:24:22: Diese weitreichenden baulichen Veränderungen wurden jedoch nie vollständig umgesetzt.

00:24:28: Während des Zweiten Weltkriegs erlitt das Tor schwere Treffer durch Bomben und Artillerie.

00:24:34: Die Quadriger wurde fast komplett zerstört, und die seitlichen Torhäuser brannten völlig aus.

00:24:41: Wie durch ein Wunder blieb die Grundstruktur des Tores trotz der heftigen Kämpfe im Stadtzentrum stehen.

00:24:48: Von der ursprünglichen Figurengruppe bliebe lediglich ein einziger Pferdekopf weitgehend unversehrt erhalten der heute als wichtiges Zeitzeugnis in einem Berliner Museum besichtigt werden kann.

00:25:01: Siebzehnte Juni, nineteenhundertdreiundfünfzig.

00:25:04: Während des Volksaufstands in der DDR im Jahr neunzehnhundert dreiundfünftig wurde das Dach des Tores zum Ort einer mutigen Protestaktion.

00:25:16: Drei Männer kletterten auf das Bauwerk, entfernten die dort wehende rote Fahne und hissten stattdessen die schwarz-rot goldene Flagge.

00:25:26: Einer der Beteiligten, Wolfgang Panzer verschwand kurz nach dieser Tat spurlos und verlor vermutlich im Zuge der folgenden Repressionen sein Leben.

00:25:38: Wiederaufbau und Rekonstruktion der Quadriger nach dem Krieg.

00:25:43: Trotz der politischen Spannungen in geteilten Berlin beschloss der Ostberliner Magistrat im Jahr nineteenhundertsechsundfünfzig den Wiederaufbau des beschädigten Tores.

00:25:55: Die Vision sah vor das Bauwerk wieder als freistehendes Monument nach den Entwürfen von Langhans zur Geltung zu bringen, weshalb angrenzende Bebauungen abgerissen wurden.

00:26:08: Bei der Wiederherstellung arbeiteten Fachleute aus beiden Teilen der Stadt zusammen.

00:26:13: Die Quadriger konnte dank der Gipsabdrücke aus der Kriegszeit in einer Gießerei im Westen der Stadte neu gegossen werden.

00:26:21: Ende nineteenhundertsiebenundfünfzig wurde die Gruppe wieder aufgesetzt wobei sie von Anfang an wieder in Richtung Stadt blickte.

00:26:30: In einer heimlichen Aktion im Sommer, dektauendzehnundfünfzig entfernten Ostberliner Behörden jedoch das Eiserne Kreuz und den Preußischen Adler vom Siegeszeichen der Viktoria.

00:26:42: Dies wurde damit begründet dass Symbole des preußischen Militarismus an diesem Ort nicht mehr erwünscht sein.

00:26:50: Zeit der Teilung Nach dem Bau der Berliner Mauer im Jahr neunzehntundsechzig befand sich das Tor plötzlich mitten im abgeriegelten Sperrgebiet.

00:27:02: Es war weder vom Osten noch vom Westen aus zugänglich und stand als einsames Symbol für die Trennung der Stadt.

00:27:10: Nur Grenzsoldaten- und ausgewählte Besuchergruppen durften sich dem Bauwerk nähern.

00:27:16: In dieser Zeit prägte Richard von Weizecker den Satz, dass die deutsche Frage so lange offen bliebe wie das Tor geschlossen sei.

00:27:25: Auch der amerikanische Präsident Ronald Reagan forderte in einer berühmten Rede die Öffnung des Tores.

00:27:35: Zum Westen hin war das Monument durch eine besonders massive Panzermauer abgetrennt, die einen Kontrast zur sonstigen Gestaltung der Grenzanlagen bildete – Mauerfall und Restaurierung.

00:27:48: Am Zweiundzwanzigsten Dezember neunzehnhundertneinundachtzig wurde das Tor unter dem Jubel von über hunderttausend Menschen offiziell wieder geöffnet womit das Ende der Teilung besiegelt wurde.

00:28:02: In der Silvesternacht kurz darauf kletterten Feierende auf das Bauwerk und beschädigten dabei Teile der Quadriga.

00:28:10: Eine anschließende Untersuchung offenbarte zudem massive Korrosionsschäden an der inneren Stahlkonstruktion der Figurengruppe, die jahrzehntelang vernachlässigt worden war.

00:28:22: Die Gruppe wurde daher demontiert und umfassend restauriert – wobei sie auch ihre ursprünglichen Symbole den Adler und das Eiserne Kreuz zurückerhielt.

00:28:34: Zwischen zweitausend und zweitausendzwei folgte eine komplette Sanierung des gesamten Torres durch die Stiftung Denkmalschutz Berlin.

00:28:43: Dabei wurde der Sandstein gereinigt und ein modernes Lichtkonzept installiert, dass das Bauwerk in den Abendstunden eindrucksvoll ins Szene setzt.

00:28:52: – Diskussion um verkehrstechnische An- und Einbindung und heutige Situation.

00:29:00: Nach der Wiedervereinigung entbrannte eine lange Debatte darüber, ob das Tor wieder für den Autoverkehr geöffnet werden sollte.

00:29:09: Kritiker befürchteten

00:29:11: Schäden durch Abgase und

00:29:13: plädierten für eine Verkehrsberuhigung des Pariser Platzes.

00:29:18: Zunächst gab es verschiedene Kompromisse bei denen zeitweise Busse und Taxis durch das Tor fahren durften während der allgemeine Individualverkehr ausgeschlossen blieb.

00:29:30: Politische Meinungsverschiedenheiten zwischen den Parteien führten zu häufigen Änderungen der Durchfahrtsregeln.

00:29:38: Sogar der Bau eines Tunnels unter dem Tor wurde zeitweise erwogen, im Jahr zwei Tausendzwei wurde schließlich entschieden das Tor vollständig für den motorisierten Verkehr zu sperren und in Pariser Platz als Fußgängerzone zu gestalten.

00:29:56: Diese Entscheidung wurde von vielen Seiten begrüßt stieß bei anderen jedoch auf Kritik hinsichtlich der wirtschaftlichen Anbindung der Stadtmitte.

00:30:06: Aktuelle Diskussionen drehen sich um die mögliche Führung einer Radschnellverbindung durch das Tor, was jedoch Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von Fußgängern und des Denkmalschutzes aufwirft.

00:30:19: Heute wird der Verkehr weiträumig um das Areal herumgeleitet während unter der Erde mehrere S-Bahn- und U-Bahnenlinien das Bauwerk kreuzen.

00:30:30: Die Bundesstraßen, die früher direkt durch das Tor führten verlaufen nun über die umliegenden Straßen wodurch die historische Ansicht des Bauwerks gewahrt bleibt.

00:30:44: Raum der Stille Im nördlichen Flügelbau des Tores wurde im Jahr fourundneinzig ein besonderer Ort geschaffen.

00:30:55: Dieser Raum der Stir orientiert sich an einem ähnlichen Konzept im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York.

00:31:02: Er bietet Besuchern einen Rückzugsort für Besinnung und Einkehr in mitten des geschäftigen Großstadttreibens.

00:31:10: Der Raum dient als Symbol für Toleranz, und als Mahnmal für den Frieden zwischen allen Völkern und Religionen.

00:31:17: – Beschädigungen des Tores.

00:31:25: Anfang des Jahres, es war ein schwerer Unfall bei dem ein Auto mit hoher Geschwindigkeit gegen eine der Säulen prallte.

00:31:36: Der Fahrer verstarb und durch austretendes Öl wurde der Sandstein der Sälle beschädigt, während ein Radabweiser völlig zerstört wurde.

00:31:47: Die Reparaturen konnten nach einigen Wochen abgeschlossen werden.

00:31:51: Später im selben Jahr wurde das Torziel einer Protestaktion, bei der mehrere Säule mit orangefarbener Farbe besprüht wurden.

00:32:01: Da die Farbe tief in das Gestein eindrang, waren langwierige und teure Reinigungsarbeiten notwendig.

00:32:08: Die Kosten im sechsstelligen Bereich verursachten.

00:32:12: Die Verantwortlichen wurden später für diese Sachbeschädigung gerichtlich belangt.

00:32:18: Das Brandenburger Tor als Schauplatz von Opern und Film.

00:32:23: Bereits im Jahr eighteenhundertvierzien widmete der Komponist Jacomo Meyerbär dem Bauwerk ein Singspiel dass jedoch erst viel später Uhr aufgeführt wurde.

00:32:35: Auch in der Filmgeschichte spielt das Tor eine prominente Rolle, dafür Billy Wilders Film eins zwei drei.

00:32:44: kurz vor dem Mauerbau keine Dreherlaubnisvorlag ließ er das Bauwerk in einem Filmsstudio in München originalgetreu nachbauen um dort wichtige Szenen zu filmen.

00:32:57: ab und Nachbildungen.

00:33:01: als Symbol der deutschen Einheit findet sich die Abbildung des Tores an vielen Stellen des täglichen Lebens wieder.

00:33:08: Soziert es die Rückseiten der deutschen Münzen zu zehn, zwanzig und fünfzig Cent sowie früher die RückSeite des Fünfmark-Scheins.

00:33:19: Auch auf zahlreichen Briefmarken der Bundespost und der Deutschen Post wurde das Bauwerk verewigt.

00:33:26: In verschiedenen Freizeitparks und Gärten gab es zudem verkleinerte Nachbauten die oft als Abschluss von Straßenszenen oder als dekorative Elemente dienten.

00:33:39: Diese Abbildungen zeigen, wie tief das Monument im kollektiven Gedächtnis und in der Identität des Landes verwurzelt ist.

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