Haus zum Römer
Shownotes
Mittelpunkt des Frankfurter Rathauses...
Mach's dir bequem und kuschel dich ein!
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Die Episode basiert auf Inhalten von Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Haus_zum_R%C3%B6mer
Inhalte wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt oder bearbeitet.
CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/)
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00:00:00: Das Haus zum Römer Bildet als namensgebendes Gebäude das Zentrum der berühmten Dreigiebel-Fassade des Frankfurter Rathauskomplexes.
00:00:16: Erstmals wurde es in einer Urkunde des Jahres thirteenhundertzweiundzwanzig erwähnt und ging später, im Jahr fourteenhundertfünf, in den Besitz der Stadt über.
00:00:29: Vermutlich entstand das Bauwerk bereits im frühen vierzehnten Jahrhundert.
00:00:34: Trotz zahlreicher Umbauten im inneren und äußeren über sieben Jahrhunderte hinweg, repräsentiert es noch heute den klassischen Stil eines gotischen Patrizierhauses in der historischen Altstadt.
00:00:49: Das Gebäude ist heute ein zentraler Bestandteil des Frankfurter Rathauses, das aus mehreren historischen Häusern besteht.
00:00:57: Besonders bekannt ist seine charakteristische Fassade mit den drei Treppengiebeln, die seit Jahrhunderten zu den wichtigsten Wahrzeichen der Stadt zählt.
00:01:08: Das Haus zum Römer ist dabei nicht nur ein architektonisches Monument sondern auch ein Ort an dem sich zahlreiche bedeutende Ereignisse der deutschen und europäischen Geschichte abgespielt haben.
00:01:24: Geschichte bis zum Stadterwerb.
00:01:28: In einer historischen Urkunde Vom dreißigsten September, thirteenhundertzweiundzwanzig findet sich die erste schriftliche Erwähnung des Gebäudes.
00:01:39: Damals traf der Patrizier Wiegel Frosch eine weitsichtige Entscheidung für den Fall seines Ablebens.
00:01:47: Er schenkte seiner Ehefrau Gisela seine Wohnhäuser, die zu jener Zeit als zum Römer und zum goldenen Froschs bekannt waren.
00:01:57: Diese Schenkung sollte jedoch nur unter der Bedingung wirksam werden dass er vor ihr verstärben würde, ohne gemeinsame Kinder zu hinterlassen.
00:02:07: Die Dokumente beschreiben das Anwesen als seinen damaligen Wohnsitz mit allen dazugehörigen Gebäude teilen.
00:02:15: Wiegelfrosch selbst war familiär eng mit den einflussreichen Kreisen der Stadt verbunden, da er der Schwiegersohn von Wiegel von Warnebach war – welcher maßgeblich an der Stiftung der Liebfrauenkirche beteiligt.
00:02:31: Auf einer weiten Wallfahrt nach Santiago de Compostela verstarb Wiegelfrosch im Jahr thirteenhundertvierundzwanzig, woraufhin seine Witwe Gisela vereinbarungsgemäß in den Besitz der beiden Häuser gelangte.
00:02:46: Die wirtschaftliche Kraft dieser Familie muss für die damaligen Verhältnisse gewaltig gewesen sein.
00:02:53: Dies lässt sich daran ermessen dass Gisella gemeinsam mit ihrer Mutter Katharina von Warnibach Im Jahr thirteenhundertfünfundzwanzig beträchtliche Mittel aufwendete, um zur Gründung des Liebfrauenstiftes beizutragen.
00:03:09: Die Zeit des alleinigen Besitzes war für Gisela jedoch nur von kurzer Dauer, da sie bereits im Februar treizehnhundertsechsundzwantzig verstarb.
00:03:19: In der Folge fielen die Häuser an ihre Mutter Katharina, die das Haus zum Römer noch zu ihren Lebzeiten veräußerte.
00:03:27: Durch diesen Verkauf wurde das Gebäude architektonisch von seinem Nachbarhaus dem goldenen Frosch getrennt.
00:03:35: Katharina von Warnibach selbst verstarb im August, Dreizehnhundertfünfunddreißig.
00:03:41: Über die folgenden Jahrzehnte schweigen die Quellen weitgehend bis der Name des Hauses in Februar, Dreizehnhundertfünftig erneut in einer Urkunde auftaucht.
00:03:53: In diesem Schriftstück wird ein Vergleich zwischen dem damaligen Besitzer Hartmut zum Römer und seinem nördlichen Nachbarn Konrad zu Löwenstein dokumentiert.
00:04:03: Der Streitpunkt waren damals bestimmte Fenster im Römar, die in Richtung des Hauses Lövensteingerichtet waren.
00:04:11: Nach dem Tod von Hartmut und seiner Gattin in den Dreizehnhundertsechziger- und Dreizehnhundertsiebzigerjahren ging das Anwesen an ihren Sohn Gottfried über.
00:04:22: Interessanterweise wurde dieser in zeitgenössischen Dokumenten mal mit dem Namen Gottfried von Hanau und Mal als Gottfried zum Römer bezeichnet.
00:04:33: Dies zeigt, dass feste Familiennamen zu dieser Zeit noch nicht konsequent verwendet wurden – und sich viele Menschen nach ihren Häusern oder ihrem Besitz benannten.
00:04:45: Gegen Ende des vierzehnten Jahrhunderts im November thirteenhundertachzig Verkauften Gottfried und ein Enkel Hartmutz, die beiden Häuser zum Römer- und zum Goldenen Schwan für die Summe von knapp zwei tausend sechshundert Gulden an Konrad Kölner und seine Ehefrau Metze.
00:05:05: In dieser Verkaufsurkunde erscheint zum ersten Mal die Bezeichnung Goldener Schwan – für das Gebäude, das früher als goldener Frosch bekannt war.
00:05:15: Dieser Name blieb fortan erhalten.
00:05:18: Aus den Unterlagen geht zudem hervor dass die beiden Gebäude zu diesem Zeitpunkt baulich wieder miteinander vereint worden waren.
00:05:27: Einige Jahre später, im Jahr thirteenhundertneunundneunzig kam es zu einem Rechtsstreit mit dem südlich gelegenen Nachbarhaus Laderamm das heute als Alt Limburg bekannt ist.
00:05:40: Die damaligen Besitzer beanspruchten eine Trennmauer ganz für sich doch das Schöffengericht entschied schließlich, dass beiden Parteien jeweils die Hälfte der Mauer gehören sollte.
00:05:52: Obwohl das Gebäude zu dieser Zeit noch kein offizielles Rathaus war, entwickelte es sich bereits zum Dreh- und Angelpunkt wichtiger stadtpolitischer Ereignisse.
00:06:03: Seit thirteenhundertsiebenundfünfzig diente es als Versammlungsort für die sogenannte Stubengesellschaft zum Römer.
00:06:12: Im Jahr treizehnhundert achtundachtzig versammelten sich hier regelmäßig die Kriegsdeputierten der Gesellschaft Und es ist überliefert, dass der Stadtrat mindestens einmal im Gebäude gemeinsam speiste.
00:06:26: Ein besonders bedeutsamer Moment der Stadtgeschichte trug sich im Oktober fourteenhundert zu.
00:06:33: In den Räumlichkeiten verhandelte der Rat der Stadt mit Vertretern der Gemeinde über die schwierige Frage ob man dem Neugewälten König Rubrecht von der Pfalz einlass in die Stadt gewähren sollte.
00:06:47: Die beteiligten Bürger waren allesamt angesehene Patrizia aus den Gesellschaften zum Römer und zum.
00:06:57: und politische Versammlungen.
00:07:22: Schon kurz nach dem Kauf begann die Stadt, weitere angrenzende Häuser zu erwerben und in den Rathauskomplex zu integrieren.
00:07:32: Schritt für Schritt entstand ein weitläufiges Ensemble aus mehreren miteinander verbundenen Gebäuden.
00:07:40: Zu den wichtigsten Räumen entwickelte sich später der Kaisersaal.
00:07:45: Dieser Saal erhielt seinen Namen Weil hier die Porträts aller Kaiser des heiligen Römischen Reiches ausgestellt wurden.
00:07:54: Frankfurt spielte nämlich eine besondere Rolle bei den Herrscherwechseln des Reiches.
00:07:59: Seit der goldenen Bulle von Kaiser Karl XIV, aus dem Jahr thirteenhundertsechsundfünfzig war festgelegt dass die Wahl des römisch-deutschen Königs in Frankfurt stattfinden sollte.
00:08:14: Später wurden hier auch viele Kaiser gekrönt.
00:08:18: Die feierlichen Krönungsbankette fanden im Römer statt.
00:08:23: Nach der Krönung im nahegelegenen Kaiserdom Sankt Bartolomeos zog der neue Herrscher mit seinem Gefolge zum Rathaus, wo große Festmäler stattfanden.
00:08:34: Der Röme entwickelte sich dadurch zu einem der wichtigsten politischen Orte im Reich.
00:08:41: Architektur und Erscheinungsbild die berühmte Dreigiebel-Fassade des Römers entstand allerdings erst deutlich später.
00:08:51: Ursprünglich waren die einzelnen Häuser des Komplexes äußerlich kaum vereinheitlicht.
00:08:58: Erst im sechzehnten Jahrhundert, besonders während der Renaissance begann man damit das Erscheinungsbild stärker zu gestalten.
00:09:07: Die heutige charakteristische Fassade entstand im Jahr fifteen Hundert Achtzig als die drei Häuser Römer, Alt-Limpurg und Löwenstein eine einheitliche Schausseite erhielten.
00:09:21: Die markanten Treppengiebel wurden zu einem der bekanntesten architektonischen Motive Frankfurts, die Fassade zeigt typische Elemente der Renaissance Architektur darunter geometrische Formen ornamentale Steinverzierungen und symmetrische Gestaltung.
00:09:40: im Inneren wurden die Räume über die Jahrhunderte mehrfach umgebaut.
00:09:45: Dennoch blieb die Grundstruktur vieler mittelalterlicher Gebäudeteile erhalten.
00:09:52: Zerstörung im Zweiten Weltkrieg.
00:09:55: Während des Zweiten Worldkriegs erlitt Frankfurt schwere Luftangriffe.
00:10:00: Besonders die Altstadt wurde im März, nineteenhundertvierundvierzig nahezu vollständig zerstört.
00:10:08: Auch der Römer wurde schwer beschädigt.
00:10:11: Große Teile des Komplexes brannten aus.
00:10:14: Dächer und Innenräume wurden zerstört.
00:10:17: Die historische Fassade konnte jedoch teilweise gerettet werden.
00:10:22: Nach dem Krieg entschied sich die Stadt Frankfurt bewusst dafür, das Rathaus wieder aufzubauen.
00:10:29: Der Wiederaufbau begann bereits in den späten nineteenhundertvierziger Jahren und wurde in den neunzehnhundertfünfziger Jahren weitgehend abgeschlossen.
00:10:39: Dabei orientierte man sich stark am historischen Erscheinungsbild auch wenn viele Innenräume modern gestaltet wurden.
00:10:49: Der Römer heute.
00:10:52: Heute ist der Röber weiterhin das Rathaus der Stadt Frankfurt am Main und sitzt des Oberbürgermeisters.
00:10:59: Der Gebäudekomplex gilt als eines der wichtigsten historischen Bauwerke der Stadt, und es zugleich eine bedeutende Touristenattraktion.
00:11:09: Auf dem Römberg – dem historischen Platz vor dem Rathuis – finden zahlreiche Veranstaltungen statt.
00:11:16: Besonders bekannt ist der Frankfurter Weihnachtsmarkt einer der ältesten und größten Weihnachtsmärkte Deutschlands.
00:11:24: Auch große sportliche Ereignisse werden hier gefeiert.
00:11:29: Wenn etwa Eintracht Frankfurt wichtige Titel gewinnt, versammelt sich die Mannschaft traditionell auf dem Balkon des Römers um mit tausenden Fans zu feiern.
00:11:39: Der Römer ist damit nicht nur ein Denkmal der Vergangenheit sondern auch ein lebendiger Teil der modernen Stadt.
00:11:47: Über mehr als sechshundert Jahre hinweg hat das Haus zum Römer politische Entscheidungen, königliche Feste, Kriegszerstörung und Wiederaufbau erlebt.
00:11:58: Trotz aller Veränderungen blieb es stets ein Symbol für die Geschichte, Identität und Selbstständigkeit der Stadt Frankfurt.
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